Liebe Mitglieder der FWG- und FBL-Ortsvereine im Kreis Ahrweiler,
ein wichtiges Zukunftsprojekt für unseren Landkreis Ahrweiler geht in die nächste Phase: Im Rahmen der diesjährigen Dienstbesprechung der Landrätin wurden die haupt- und nebenamtlichen Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher über die Planungen zum neuen Kreisentwicklungsprogramm informiert.
Für die FWG ist dies eine erfreuliche Entwicklung. Schließlich haben wir uns im Kreistag mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass der Kreis Ahrweiler nach rund 25 Jahren wieder ein umfassendes Kreisentwicklungsprogramm auf den Weg bringt. Unser Ziel war und ist es, den gesamten Landkreis mit seinen Städten, Verbandsgemeinden und Ortsgemeinden in den Fokus zu nehmen und gemeinsam Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte zu entwickeln.
Bürgerbeteiligung als zentraler Baustein
Die Kreisverwaltung stellte den vorgesehenen Zeitplan und die weitere Vorgehensweise bis 2030 vor. Besonderen Wert legt sie dabei auf eine partizipative Beteiligung der Bevölkerung.
Geplant ist unter anderem eine Bevölkerungsumfrage im Kreis, bei der Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen, Wünsche und Anregungen für die zukünftige Entwicklung des Landkreises einbringen können. Darüber hinaus sollen die Erfahrungen und Kenntnisse der kommunalen Mandatsträger vor Ort aktiv in den Prozess einfließen.
Die Verwaltung machte deutlich: Die Kompetenz in den Ortsgemeinden ist für den Erfolg des Projektes unverzichtbar.
Konkreter Nutzen für Städte und Ortsgemeinden
Besonders interessant sind die Vorteile, die sich unmittelbar für die Kommunen ergeben können:
- Professionelle Analysen und demografische Daten für die eigene Gemeinde
- Kartenmaterial und Entwicklungsperspektiven als Grundlage für politische Entscheidungen
- Moderierte Bürger-Workshops ohne Belastung des Gemeindehaushalts
- Unterstützung durch die Kreisverwaltung sowie externe Planungs- und Moderationsbüros
- Höhere Erfolgsaussichten bei Förderanträgen, wenn kommunale Projekte in ein abgestimmtes Kreiskonzept eingebettet sind
- Bessere Abstimmung von Infrastrukturprojekten über Gemeindegrenzen hinweg
- Chancen für interkommunale Kooperationen und gemeinsame Angebote, die einzelne Gemeinden allein nur schwer realisieren könnten
Ländlichen Raum stärken
Gerade für unsere vielen ländlich geprägten Gemeinden im Kreis Ahrweiler bietet das Kreisentwicklungsprogramm die Chance, eigene Stärken sichtbar zu machen und Bedarfe frühzeitig in die Planungen einzubringen.
Aus Sicht der FWG darf der ländliche Raum nicht weiter ins Hintertreffen geraten. Gute Infrastruktur, wohnortnahe Versorgung, Mobilität, Wirtschaftsstandorte, Freizeitangebote sowie lebendige Dörfer und Ortskerne müssen zentrale Bestandteile der zukünftigen Kreisentwicklung sein.
Bitte an die FWG-Ortsvereine
Ich möchte alle FWG- und FBL-Ortsvereine und kommunalen Mandatsträger ermutigen, den Prozess aktiv zu begleiten. Bringen Sie die Anliegen Ihrer Gemeinden ein, unterstützen Sie die Bürgerbeteiligung und werben Sie für eine rege Beteiligung an der geplanten Bevölkerungsumfrage.
Das Kreisentwicklungsprogramm wird nur dann erfolgreich sein, wenn die Erfahrungen und Ideen aus den Städten und Dörfern des Kreises einfließen. Genau dafür setzt sich die FWG ein!
Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass der Landkreis Ahrweiler auch künftig ein lebenswerter Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort für alle Generationen bleibt.
Herzliche Grüße
Reiner Friedsam
Vorsitzender
