Reaktion zum Artikel mit dem Titel „Brohltaler Rat kocht Thema IGS wieder auf“ vom 30. Juni
Dem Artikel über die Sitzung des VG-Rates Brohltal zufolge hat sich CDU Ratsmitglied Eugen Schmitt so geäußert, dass alle Mitglieder der Kreistags-CDU aus dem Brohltal für den Antrag gestimmt hätten und „sogar noch einen Befürworter in den eigenen Reihen gewinnen konnten“, der für den Antrag der VG Brohltal sowie der FWG/SPD-Kreistagsfraktionen gestimmt hätte.
Das ist zutreffend. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es den drei CDU-Kreistagsmitgliedern aus dem Brohltal mit ihrer Kreisvorsitzenden Petra Schneider gut zu Gesicht gestanden hätte, wenn zumindest einer von ihnen – noch besser alle drei – sich aktiv und mit einem positiven Statement in die Diskussion im Kreistag eingebracht und ihrem engagiert um die Sache kämpfenden Verbandsbürgermeister Johannes Bell beim Versuch, im Kreistag den (einstimmigen!) Beschluss des VG-Rates und den Antrag der Kreistagsfraktionen von FWG und SPD für die IGS zu bewerben, den Rücken gestärkt hätten, statt stumm wie Fische die Diskussion als Zuhörer zu verfolgen und lediglich bei der Abstimmung ein Lebenszeichen von sich zugeben.
In einer Mitteilung der Brohltal-CDU eine Woche vor der Kreistagssitzung wurde Kreistagsmitglied Petra Schneider noch so zitiert: „Eine IGS würde die Attraktivität des Brohltals als Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort deutlich stärken. Wenn Schülerinnen und Schüler ihre schulischen Abschlüsse bis zum Abitur direkt vor Ort erreichen könnten, ist das ein entscheidender Standortfaktor – für Familien ebenso wie für Unternehmen. Für die CDU Brohltal ist daher klar: Diese Chance sollte genutzt werden, um das Bildungsangebot im Brohltal nachhaltig zu stärken und jungen Menschen beste Perspektiven in ihrer Heimatregion zu eröffnen“. Soweit, so gut.
Man fragt sich allerdings, warum in der Kreistagssitzung ein solch unterstützendes Statement der CDU-Mitglieder aus dem Brohltal nicht zu hören war.
In Pressemitteilungen und bei Sonntagsreden die Wichtigkeit einer IGS für die Verbesserung des Bildungsangebotes im Brohltal und die Perspektive dort lebender junger Menschen zu betonen, um dann dort, wo es gilt, den Mund nicht aufzumachen, ist halbherzige Schaufensterpolitik frei nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht nass.
Respekt zolle ich indes ausdrücklich dem CDU-Kreistagsmitglied Jürgen Schwarzmann aus der VG Altenahr, der dem IGS-Anliegen zustimmte und den Mumm hatte, aus der „Fraktionsdisziplin“ auszuscheren.
Hans-Josef Marx, Gönnersdorf,
Mitglied der FWG-Fraktion im Kreistag Ahrweiler
