Starkregenvorsorge im Brohltal: FWG Kreistagsfraktion besucht Oberdürenbach

Starkregenvorsorge im Brohltal: FWG Kreistagsfraktion besucht Oberdürenbach

Kreistagsfraktion informiert sich über umgesetzte Schutzmaßnahmen

Die FWG-Kreistagsfraktion setzt ihre Vor-Ort-Termine im Landkreis Ahrweiler fort. Bei einer Fraktionssitzung in Oberdürenbach standen neben aktuellen Themen der Kreispolitik insbesondere Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz im Brohltal auf der Tagesordnung.

Für die FWG ist dabei klar: Der Landkreis Ahrweiler besteht aus vielen starken Regionen. Neben dem Ahrtal richtet die Fraktion ihren Blick gezielt auch auf das Brohltal, das Adenauer Land, die Grafschaft und die Rheinschiene. Regelmäßige Besuche vor Ort ermöglichen es, Herausforderungen, aber auch erfolgreiche Projekte und gute Beispiele für andere Kommunen kennenzulernen.

Oberdürenbach als Praxisbeispiel für wirksamen Starkregenschutz

Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Erfahrungen aus dem Starkregenereignis des Jahres 2014. Während des Kirmeswochenendes führten außergewöhnlich starke Niederschläge zu erheblichen Schäden an Wohnhäusern, Verkehrswegen und weiterer Infrastruktur in Oberdürenbach.

Große Mengen Wasser und Schlamm wurden von den oberhalb gelegenen landwirtschaftlichen Flächen in die Ortslage gespült. Das vorhandene Regenrückhaltebecken füllte sich innerhalb kürzester Zeit vollständig mit Schlamm und verhinderte dadurch noch größere Schäden.

Bei einem Rundgang erläuterte die ehemalige Ortsbürgermeisterin Elisabeth Dahr den Fraktionsmitgliedern die damalige Situation sowie die anschließend umgesetzten Vorsorgemaßnahmen.

Schnelles Handeln und gute Zusammenarbeit als Erfolgsfaktoren

Nach dem Schadensereignis wurden in enger Zusammenarbeit mit Landwirten, Jagdgenossenschaft, Fachbehörden, Verbandsgemeinde und Gemeinderat zahlreiche Sofortmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Der Erfolg beruhte dabei nicht allein auf technischen Lösungen, sondern vor allem auf kurzen Entscheidungswegen, gegenseitigem Vertrauen und einem funktionierenden Netzwerk vor Ort. Viele Maßnahmen konnten innerhalb kurzer Zeit abgestimmt und umgesetzt werden, da alle Beteiligten das gemeinsame Ziel verfolgten, die Bevölkerung besser vor künftigen Starkregenereignissen zu schützen.

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehörten unter anderem:

  • Optimierung der Wasserführung in sensiblen Bereichen
  • Anpassungen an Wirtschaftswegen zur besseren Wasserrückhaltung
  • Verbesserungen an bestehenden Rückhaltestrukturen
  • Maßnahmen gegen Bodenerosion auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Umstellung der Bewirtschaftung auf eine hangparallele Bearbeitung der Felder

Durch diese vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Maßnahmen kann heute deutlich mehr Niederschlagswasser in der Fläche zurückgehalten werden, bevor es die Ortslage erreicht.

Parallel dazu wurde von der Verbandsgemeinde ein Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept beauftragt und erarbeitet.

Lehren für das gesamte Brohltal und den Landkreis Ahrweiler

Für die FWG-Kreistagsfraktion zeigt das Beispiel Oberdürenbach, dass kommunaler Hochwasser- und Starkregenschutz nicht immer von großen Bauprojekten abhängt. Oft können bereits frühzeitig umgesetzte, praxisnahe Maßnahmen eine erhebliche Schutzwirkung für Menschen, Gebäude und Infrastruktur entfalten.

Aktuelle Beispiele aus anderen Regionen Deutschlands zeigen ebenfalls, dass dezentrale Wasserrückhaltung in Feld- und Waldflächen ein wichtiger Baustein für den Umgang mit zunehmenden Extremwetterereignissen ist.

FWG: Erfolgreiche Beispiele aus allen Regionen zusammenführen

Die FWG-Kreistagsfraktion möchte erfolgreiche Lösungen aus den unterschiedlichen Regionen des Landkreises sichtbar machen und den Austausch zwischen den Kommunen fördern.

„Das Beispiel Oberdürenbach zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn örtliche Kenntnisse, persönliches Engagement und eine gute Zusammenarbeit zusammenkommen. Solche Erfahrungen aus dem Brohltal sind wertvoll für den gesamten Landkreis Ahrweiler“, lautete das Fazit der Fraktion.

Die FWG wird daher auch künftig den Dialog mit Städten und Gemeinden im gesamten Kreisgebiet fortsetzen und erfolgreiche Projekte aus dem Brohltal, dem Ahrtal, dem Adenauer Land, der Grafschaft und der Rheinschiene in ihre politische Arbeit einfließen lassen.

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